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Juniorwahl

Seit Wochen sind die Laternenpfähle des Landes mit Wahlplakaten gepflastert. Von einem lacht uns Angela Merkel von der CDU entgegen, auf einem anderen erblickt man den Spitzenkandidaten der SPD, Martin Schulz. Und auch die kleineren Parteien wie die Grünen, FDP, AfD oder die Linken sind natürlich vertreten im diesjährigen Wahlkampf. Höhepunkt des Wahlkampfes ist der 24. September, an dem deutschlandweit gewählt wird – zumindest von den über 18-Jährigen. Die meisten unsere Schüler dürften demnach also nicht wählen gehen, gäbe es nicht die sogenannte Juniorwahl. Um auch den Schülern der Klassen 9 bis 11 die Möglichkeit zu geben, ein bisschen „Wahlluft“ zu schnuppern, gibt es seit 1999 die Juniorwahl, 

 

die bundesweit zu Europawahlen und Bundestagswahlen angeboten wird. Auch unsere Schule hat in diesem Jahr wieder teilgenommen. Im Sozialkundeunterricht wurden die Schüler im Voraus bestens über die unterschiedlichen Wahlprogramme, das Wahlsystem sowie den Ablauf bei der Regierungsbildung informiert. Herr Rhensius stellte mit seinem Wirtschaftskurs der Klasse 12 die Wahlleiter für die Juniorwahl in Katzenelnbogen. Wie in einem echten Wahllokal mussten die Schüler vor Abgabe ihrer Stimme ihren Schüler- bzw. Personalausweis vorzeigen, erst dann durften sie mit ihrem Stimmzettel in die Wahlkabine gehen. Danach ging es mit dem Stimmzettel ab in die Wahlurne. Eigentlich ziemlich unkompliziert, wie auch Marcel Walter aus der 9bB meinte: „War eigentlich ganz leicht. Zwei Kreuze gemacht und fertig!“ Und auch sein Klassenkamerad Ben Heß war nach der Stimmabgabe guter Dinge und meinte nur: „War cool!“ Und genau das ist das Ziel einer Juniorwahl; das Interesse an Politik und die Freude an politischer Beteiligung und Einflussnahme fördern. Dadurch wird hoffentlich die Hemmschwelle gesenkt, irgendwann selbst einmal zur richtigen Wahl zu gehen.

Doch die Juniorwahl soll nicht nur Simulation sein, nein, die Stimmen der Schüler werden ausgezählt und so erhält jede Schule ihr eigenes Wahlergebnis. Insgesamt wurden an der Realschule plus und FOS im Einrich 206 gültige Stimmen abgegeben. Mit ihrer Erststimme wählten die Schüler den Direktkandidaten in ihrem Wahlkreis. Mit 103 Stimmen war Dr. Andreas Nick von der CDU klarer Sieger, gefolgt von Gabi Weber (SPD) mit 53 Stimmen, Michael Musil (Grüne) mit 25 Stimmen, Martin Klein (Die Linke) mit 12 Stimmen, Thorsten Hehl (FDP) mit 10 Stimmen, und Astrid Bergmann-Hartl von den Freien Wählern, die drei Stimmen für sich verbuchen konnte. Schaut man sich die tatsächlichen Wahlergebnisse an, so hatten unsere Schüler schon bei der Erststimme einen guten Riecher.

Mit der Zweitstimme konnten die Schüler, wie bei der „echten“ Wahl, über die Sitzverteilung im Bundestag entscheiden. Mit 40,1% der Stimmen lag die CDU auch hier wieder klar vorne. Da waren unsere Schüler CDU-freundlicher als die tatsächlichen Wähler, die die CDU und somit Angela Merkel mit nur 33% der Stimmen  zur erneut stärksten Partei wählten. Die SPD wurde bundesweit mit einem schwachen Ergebnis von 20,5% nur zweitstärkste Partei, was unsere Schüler ähnlich sahen. Mit nur 15,94% wären die Ergebnisse der Juniorwahl für die sozialdemokratische Partei noch verheerender als die tatsächlichen Wahlergebnisse. Überraschenderweise erhielten die Grünen bei der Juniorwahl 19,32% der Wählerstimmen. Von einem solchen Ergebnis können sie normalerweise nur träumen – bei der Bundestagswahl kamen die Grünen gerade mal auf 8,9% der Stimmen. Auf Platz vier der Juniorwahl landete die AfD mit 7,73% der Stimmen, im Vergleich dazu erreichte die umstrittene Partei bei der Wahl am 24. September ganze 12,6% aller Wählerstimmen. Damit zeigten sich unsere Schüler weit weniger extrem als unsere Bürger bundesweit! Die Linke war bei den Schülern auch noch relativ beliebt, insgesamt 6,28% der Stimmen entfielen auf die Partei. Hier lagen die Schülerstimmen aber etwas unter dem tatsächlichen Ergebnis von 9,2%.  Auf die restlichen, kleineren Parteien kamen insgesamt 10,63% der Stimmen.

Die Juniorwahl war wieder einmal ein tolles Projekt für unsere Schule, bei dem die Schüler hautnah miterleben konnten, wie viel Einfluss ihre Stimme auf das Gesamtergebnis einer Wahl hat. Bei der nächsten Bundestagswahl werden sie dann hoffentlich nicht mehr nur in der Schule bei einer simulierten Wahl ihre Stimme abgeben, sondern in einem richtigen Wahllokal mitentscheiden – bestens vorbereitet dank der Juniorwahl.

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